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Geld
Münze von Antiocheia am Mäander


Rückseite der Münze (Bild von Deniz Fuat Grotjohann)

Land:
 
Beschreibung:
RÖMISCHE PROVINZIALPRÄGUNGEN

ANTIOCHIA AM MÄANDER

Gallienus (253 - 268)

Münzstätte: Antiochia am Mäander

Nominal: AE - Bronze

Vs.: Büste mit Helm, Strahlenkrone, Panzer, Lanze und Rundschild links.

Rs.: Sechsbogige Brücke mit Torbau (darauf Storch) und bärtiger Flußgott mit Schilfrohr und Füllhorn nach links gelagert, darunter Wellen.

14,3g - 31mm - St. 11

BMC 57 (Vs. stempelgleich). SNG von Aulock 2430. SNG München

Die Brücke von Antiochia am Mäander war der wichtigste Flussübergang im mittleren Mäandertal. In der Zeit der Perserkriege hatte sie enorme strategische Bedeutung für den Nachschub an Truppen und Material an die Ostfront. Das Erscheinen der Göttin Athena als führende Gottheit der Stadt ist darauf zurückzuführen, dass Antiochia angeblich von Kranaos, einem Sohn des athenischen Urkönigs Kekrops, gegründet wurde.

Nach der Niederlage des Valerian I. gegen die Perser (260 n.Chr.) und während der Alleinherrschaft des Gallienus gewann die Brücke über den Mäander bei Antiochia immer mehr an Bedeutung für den Nachschub an die Ostfront. Der Stempelschneider hat der Strömung, die durch die Brückenbögen stößt, die Gestalt von Phalloi mit deutlich Erkennbarem Penis gegeben. Flussgötter waren in der Antike für ihre Potenz und Fruchtbarkeit berühmt, am Mäander gab es den Brauch, dass Mädchen vor ihrer Hochzeit in den Fluss stiegen und dem Flussgott ihre Jungfräulichkeit anboten.
(Quelle: Deniz Fuat Grotjohann)

Andere Beschreibung (Auktion Lanz, Nov. 2009): Vs: drapierte Büste des Kaisers Gallienus mit Helm, Schild und Lanze n.l.
Rs. Mäanderbrücke von Antiocheia; auf der linken Seite zweistöckiger Triumphbogen mit Wasservogel obenauf
erschienen:
253-260 n. 
Sammlung: