Brücken in Krefeld


Krefeld
Gesamtanzahl Brücken: 141 Stück (Quelle: ; )
Brücken je qkm: 1.02 Brücken/qkm
Brücken je Einwohner: 0.58 Brücken/1000 Einwohner
im brueckenweb eingetragene Brücken: 162 Stück
davon zerstörte Brücken: 2 Stück


Hitliste der brückenreichsten Städte

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Brücken in Krefeld

Vorzeit

Schon früh gab es auf heutigem Stadtgebiet  "Strassen". Die Achse Fischelner Straße, Hochstraße, Hülser Straße lag und liegt einige Meter höher als die feuchten Bereiche östlich dieser alten Rheinuferkante. Es war die erste Strecke die von den wiederkehrenden Hochwassern des Rheins verschont blieb. Bemerkenswerte Brücken wird es dieser Zeit  nicht gegeben haben, da es keinen organisierten Strassenbau gab. Einzige bekannte Siedlung vor dem Römer lag in Gellep, allerdings ziemlich kein.

Römer

Mit dem Römern kam der organisierte Straßenbau. Nachgewiesen sind 3 verschiedene Straßenachsen, die man an heutigem geradlinigen Straßenverlauf teilweise noch erkannen kann. Die erwähnte Achse Fischelner Straße-Hochstraße-Hülser Straße wird auch zur Römerzeit benutzt worden sein. Wenn man die Gerade verlängert , erreicht man genau das Kastell in Neuss. Die Achse Strümp - Gellep - Uerdingen - Asberg entlang des Rheins, war ein Teil der Fernstrecke Köln - Neuss - Xanten - Nijmegen. Eine Verbindung führte von Gellep über Oppum nach Süchteln. In Süchteln verlief die Fernverbindung von Xanten nach Tongeren. Eine weitere Strecke muss von Moers Asberg Richtung Süchteln gegeben haben, allerdings nicht sehr lange, da Moers-Asberg in spätrömischer Zeit an Bedeutung verlor.

römische Funde in Krefeld

Der bedeutenste Fund ist das Kastell in Gellep mit einem Rheinhafen, befestigtem Kastell und großen Grabfeldern. Außerdem ist der Mithras-Tempel in Elftrah bekannt. Weiterhin wurde ein Stück römische Strasse bei den Auskiesungsarbeiten im nördlichen Teil des Elfrather Sees gefunden und ein hölzerner Brunnen in Benrath. Bekannt ist auch der römische Ursprung der Heuchelsheimer Strasse westlich von Stratum.

Modell von Gelduba

Auf dem Modell von Gelduba im Museum Burg Linn in Krefeld kann man sehr schön die damaligen Strassen und drei vermutete Brücken sehen. Leider wurden bisher keine archäologischen Beweise für diese Brücken gefunden.

 

wo könnte es Brücken gegeben haben

In Strümp beim Bau der A44 sind hölzerne Pfähle aufgetaucht, die leider nicht untersucht wurden, aber zu der Straßenachse Neuss-Gellep passen würden. Es muss auch Brücken von Gellep Richtung Norden und Westen gegeben haben. Kleine Bäche wie z.B. der Linner Bach zwischen Gellep und Uerdingen oder die Niederung zwischen Gellep und Oppum waren mit Sicherheit überbrückt. Vermutlich waren hier hölzerne Pfahljochbrücken die erste Wahl, leider sind bisher keine Beweise für römische Brücken gefunden worden.

Mittelalter

Im Mittelalter gab es wieder wenige gepflegte Straßen. Trotzdem gabe es Brücken, insbesondere an den verschiedenen Burgen auf Krefelder Gebiet. Die noch heute existierende Burg Linn, die Burg Krakau (östlich der Krefelder Innenstadt) und die Puppenburg (westlich vom Stratum). Zusätzlich zu den Burgen wurden auch die Orte zunehmend mit Gräben und Mauern geschützt. Über die Gräben führten meist kleine und einfache Brücken. Zuerst wurden hier Holzpfahljochbrücken später dann Bogenbrücken aus Ziegel gebaut.

Neuzeit

Der erste große Brückenboom entstand in Krefeld durch die Hochlegung der Eisenbahnstrecken im ganzen Stadtgebiet, hier wurden kurz nach der Jahrhundertwende 1900 bis 1907 (Eröffnung) 25 Eisenbahnbrücken errichtet.  In den 1970er Jahren kamen dann 20 Brücken durch den Bau der Autobahn A57 auf dem östlichen Stadtgebiet hinzu.



Artikel von Frank Sellke zuletzt bearbeitet am 2009-12-30 14:49:28
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