BAS 3444
EÜ Oberriedener Werrabrücke


Bilder aus dem Grenzlandmuseum Sickendorf
05.06.2006
© Heidi Zengerling

EÜ Oberriedener Werrabrücke
24.6.2011
© Peter Kühne
Deutschland
Hessen
Oberrieden
im Werra Meißner Kreis, nordöstlich des Ortes
Werra
Eisenbahn, Bahnstrecke Göttingen–Bebra
Fachwerkbrücke
Stahl
1875, 1945 gesprengt, 1947 - 1949
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in Betrieb
Whisky-Wodka-Linie
Seit 1866 waren Landesgrenzen in dieser Region unbedeutend. Das änderte sich 1945 mit der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen. Etwas östlich des Bahnhofes Eichenberg grenzten die britische, amerikanische und sowjetische Besatzungszone aneinander. Auch diese Bahnstrecke wurde geteilt. Göttingen–Friedland war britisch, Eichenberg und Oberrieden–Bebra amerikanisch, etwa vier Kilometer um Werleshausen sowjetisch.
Um diese Lage zu entspannen, wurde 1945 im Wanfrieder Abkommen ein Gebietsaustausch vereinbart:
„Zum Abschluss der erfolgreichen Abmachung welches das Schicksal der sieben in Frage gestellten Dörfer besiegelte, beschenkten sich General Sexton und General Askalepov, gegenseitig mit einer Flasche Whisky und Wodka. Es war diese Begebenheit des Geschenkaustausches von Whisky und Wodka, welche bis zum heutigen Tage die neu errichtete Grenze zwischen den Besatzungszonen, die Whisky–Wodka–Linie, benannte.“
Durch den neuen, spöttisch „Whisky-Wodka-Linie“ genannten Grenzverlauf lag die Strecke durchgehend im Bereich der Westalliierten und somit komplett auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik. Von Eichenberg bis Bad Sooden-Allendorf lag sie allerdings in Sichtweite der östlichen Wachttürme. Alle von Eichenberg (Halle-Kasseler Eisenbahn) und Eschwege Stadt (Kanonenbahn, mehrere Nebenbahnen) nach Osten führende Strecken fielen der Grenze zum Opfer.
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