Brücken in Berlin



Berlin

Gesamtanzahl Brücken: 2100 Stück (Quelle: ; Brücken in Baulast der Stadt: 915 Stück (Statistisches Landesamt Berlin, Stand 2004/2005)

Artikel in der Zeit spricht von nur 969 Brücken (Stand 2000)
Artikel in der LVZ vom 18.01.2005 spricht von 1600 Brücken
)
Brücken je qkm: 2.35 Brücken/qkm
Brücken je Einwohner: 0.62 Brücken/1000 Einwohner
im brueckenweb eingetragene Brücken: 2665 Stück
davon zerstörte Brücken: 92 Stück


Hitliste der brückenreichsten Städte

Brücke existiert         Brücke existiert nicht mehr
Brücken in Berlin


Die Berliner Geschichte war früh mit der Existenz von Brücken verknüpft. Die Stadt wurde an einer Engstelle des weitläufigen Sumpfgeländes zwischen Spree, Havel und Panke gegründet. Im 11./12. Jahrhundert wurden zwei Siedlungen Cölln (westlich der Spree) und Berlin (östliche der Spree) angelegt. Schon bald wurde zur Verbesserung des Schifftransports ein Spreedamm gebaut (wo heute der Mühlendamm liegt).
Im 12. Jahrhundert gab es drei Brücken in Berlin: zentral gelegen die Mühlendammbrücke, bei Cölln über eine Spreearm und südöstlich bei Köpenick. Als zweite Spreebrücke wurde die Lange Brücke (heute Rathausbrücke) zwischen Berlin und Cölln gebaut, die über die Spree, einen Seitenarm und ein Sumpfgebiet führte. 1307 soll an dieser Brücke zwischen den beiden vereinigten Stadtteilen ein Rathaus gebaut worden sein.
Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Berlin durch den Landesherrn Friedrich II. besetzt und die freien Handelsrechte wurden aberkannt. Für Berlin begann eine Zeit der Stagnation, in der wenig Stadterweiterungen stattfanden, und auch wenig Brücken gebaut wurden. So gab es 1709 nur 21 Brücken.
Ende des 17. Jahrhundert begann eine Zeit des forcierten Brückenbaus, zu einem durch höfischen Repräsentanzbedürfnisse, zum anderen durch die Entwicklung des Gewerbes. Es begann mit der Umgestaltung der innerstädtischen Brücken Mühlendamm und Lange Brücke.
Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt deutlich. Durch die Spreekanalisierung und den Stadtbahnbau wurden zahlreiche neue Brücken und Viadukte gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen zahlreiche Brücken durch den Bau des Hohenzollern- und des Teltowkanals hinzu. Im Jahre 1932 gab es 900 Brücken (321 städtische, 281 nichtstädtische und 355 Eisenbahnbrücken).
Weitere wichtige Phasen waren die 1960er Jahre, in den starker Strassenausbau viele neue Brücken hervorbrachte, genauso wie die 1990er Jahre, die einen Umbau des gesamten Verkehrsnetzes durch die Wiedervereinigung erforderlich machte.

Geologie und Wasser (von Helmut Fischer)
Erdzeitlich liegt Berlin zum überwiegenden Teil im Urstromtal Berlin Warschau. Es liegt im wesentlichen 37,00m üNN. Im Norden von Berlin befindet sich ein Hochplateau die sogenannte Barnimhochfläche mit einer Höhe von ca. 50 m üNN. Hier in dieser Hochfläche sind die Böden bindig und unten sind sie rollig mit geschlossenem Grundwasserspiegel. Auf dem Barnim werden die Wässer in Schichten abgeleitet. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte haben die Schichtenwässer Gräben in den Barnim gegraben durch denen nun das Wasser hin zum Urstromtal abfliest. Im Westen zieht das Wasser in Richtung Havel. Hier sind zum Beispiel die Flüßchen Brise und Tegeler Fließ entstanden. Nach Süden und in die Spree fließen die Panke, der Hohenschönhauser Grenzgraben, die Wuhle die Erpe oder auch Neuenhagener Mühlenfließ genennt ,das Fredersdorfer Mühlenfließ und die Löcknitz.Weiter nach Osten verläuft die Wasserscheide hier teilen sich die Wasserabgänge in zur Ostsee über die Oder und in die Spree und Dahne sowie Havel zur Nordsee auf.



Artikel von Frank Sellke zuletzt bearbeitet am 2010-03-03 22:41:10