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11.03.2014:
Deutscher Brückenbaupreis 2014 für Gänsebachtalbrücke

Ästhetischer Stützenrhythmus - Überarbeitung der Regelplanung


Das Projektierungs- und Realisierungsteam für die 1001 Meter lange Gänsebachtalbrücke bei Buttstädt im Thüringer Landkreis Sömmerda ist am Montagabend während eines Festaktes an der TU Dresden mit dem Deutschen Brückenbaupreis 2014 geehrt worden. Die Brücke gehört zum Aus- und Neubauprojekt Nürnberg–Berlin (VDE8). 37 Brücken hatten sich für den renommierten Preis, der zum fünften Mal von der Bundesingenieurkammer und dem Verband Beratender Ingenieure vergeben wurde, beworben. Aus dem Urteil der Jury: „Die integrale Bahnbrücke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr besticht durch ihren ästhetischen Stützenrhytmus. Mit der getrennten Bearbeitung von Quer- und Längsstreifigkeit wurde ein wegweisender Konstruktionsgedanke konsequent umgesetzt“. Die Brücke sei zurückhaltend in das flache Gänsebachtal eingefügt worden. Der Preis wird alle zwei Jahre in zwei Kategorieen vergeben. Die nur wenige Kilometer südlicher liegende Scherkondetalbrücke hatte den Preis vor vier Jahren gewonnen.

Die Gänsebachtalbrücke war auf Anregung des Brückenbeirates der Deutschen Bahn vor der Bauausführung noch einmal überarbeitet worden. Ursprünglich war sie nach der bisher üblichen, konventionellen Regelplanung mit Hohlpfeilern und Lagern zwischen Pfeilern und Überbau konzipiert. Das erstmalig für Bahnbrücken verwirklichte integrale Konzept verzichtet darauf und macht sehr schlanke und gleichzeitig wartungsarme Bauwerke möglich. Fünf Brücken der 230 Kilometer Neubaustrecken im 500-km-Projekt Nürnberg–Berlin(VDE8) sind nach dem neuen Prinzip ausgeführt worden.

Die neue Bahntrasse soll 2017 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht eine Reisezeit zwischen München und Berlin von etwa vier Stunden und bietet eine umweltfreundliche Alternative zu Straßen- und Luftverkehr. Als Zwischenschritt geht 2015 die 123 Kilometer lange Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle, auf der sich die Gänsebachtalbrücke befindet, in Betrieb. Die Strecke ist für 300 Kilometer pro Stunde ausgelegt.


Quelle: Deutsche Bahn AG

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