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10.03.2014:
Erdbergerbrücke in Wien wird ersetzt

Der Umbau Knoten Prater – verbesserte Verkehrsführung für höheren Durchfluss - neue Brücken



Der Knoten Prater ist mit der Verknüpfung der A 23 Südosttangente Wien und der A 4 Ost Autobahn der wichtigste Autobahnanschluss der Ostregion. Alleine auf der Erdberger Brücke fahren derzeit rund 190.000 Fahrzeuge pro Tag. Und gerade die Verbindungsbereiche zu den einzelnen Richtungen tragen täglich eine hohe Verkehrslast, die in den Stoßzeiten zu Überlastungen führt. Die Erdberger Brücke, die in den 1970er Jahren erbaut wurde, ist nun mit rund 40 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer und muss neu gebaut werden.

 

Zur Vorbereitung des Umbaus, laufen schon seit Frühjahr 2013 die Arbeiten. So wurden Leitungen für Strom, Gas und Wasser neu verlegt und nach Kriegsrelikten gesucht. Denn der Knoten Prater war ein heiß umkämpfter Bereich im 2. Weltkrieg.

 

Heute, am 10. März, starten in den Nachtstunden nun die Hauptarbeiten. Heuer und 2015 werden beidseitig der Erdberger Brücke neue Brücken errichtet. Über diese Entflechtungstragwerke fließt dann der Verkehr und die Abbruch- und Neubauarbeiten können weitestgehend ohne Behinderungen durchgeführt werden. Diese Entflechtungen sind dann letztendlich auch Bestandteil des neu gestalteten Knoten Prater. So können zukünftig Staus in den Hauptverkehrszeiten minimiert werden.  Ende 2017 sind die Umbauten fertiggestellt. Investiert werden in den neuen Knoten Prater rund 71 Millionen Euro.


Die Instandsetzung der Praterbrücke – Sanierung erhöht die Lebensdauer

Das wichtigste zuerst: der Asbest-Fund in der Praterbrücke war zu keiner Zeit eine Gefährdung für Verkehrsteilnehmer und Anrainer! Es wurden sofort Dekontaminierungsarbeiten durchgeführt und alle betroffenen Teile der Brücke versiegelt. Dennoch hat die Verwendung von Asbest Auswirkungen auf die nun kommende Instandsetzung des in den 1970er Jahren errichteten Bauwerks. Gernot Brandtner erklärt warum: „Wir müssen ganz spezielle Maßnahmen treffen. Es wird Dekontaminationsschleusen geben und in den Tragwerken wird unter Unterdruck gearbeitet. Außerdem ist es notwendig, das verseuchte Material speziell zu entsorgen – das verursacht natürlich höhere Kosten und bringt leider auch eine längere Bauzeit.''

Mit bis zu 200.000 Fahrzeugen täglich, ist die Praterbrücke eine der am stärksten befahrenen Brücken in Österreich. Seit ihrer Fertigstellung hat sich damit das Verkehrsaufkommen nahezu verdreifacht. Verstärkt und verbreitert wurde das Bauwerk Ende der 1990er Jahre. Ab 5. September beginnt nun die Instandsetzung. Das Rund-Um-Service-Paket kostet 33 Millionen Euro und schließt beispielsweise die Tragwerke und die Stahlkonstruktion genauso ein, wie die Fahrbahnoberfläche, die Leitschienen und die Beleuchtung. Während der Arbeiten, die bis Ende 2016 dauern werden, bleiben untertags alle Fahrspuren offen. In der Nacht und am Wochenende, werden allerdings bis zu zwei Fahrpuren entfallen.


Quelle: ASFINAG

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