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28.05.2014:
Ersatzneubau der Hafenbahnbrücke über den Zweigkanal fertiggestellt

Neue Hafenbahnbrücke wurde an ihren Bestimmungsort verschoben


Die neu errichtete Hafenbahnbrücke über den Zweigkanal wurde heute unter Einsatz eines Schwimmkranes an ihren zukünftigen Bestimmungsort verschoben. Mit der neuen Brücke wird der Trennungsdamm als Hauptumschlagplatz von Massengütern wieder bahntechnisch angeschlossen und die trimodale Funktionalität wiederhergestellt.

Die Hafenbahnbrücke über den Zweigkanal stellt hinsichtlich der öffentlichen Erschließung per Schiene den einzigen Zugang zum gesamten Trennungsdamm (Steinkopfinsel) dar und ist damit von übergeordneter verkehrstechnischer Bedeutung für die nördlichen Hafenbereiche. Die trimodale Anbindung des Magdeburger Hafens durch die Verkehrsträger Wasserstraße, Schiene und Straße ist ein wichtiger Faktor für zukünftige gewerbliche Ansiedlungen. Fast eineinhalb Jahre mussten die dort angesiedelten Unternehmen auf Interimslösungen zurückgreifen. Nun sehen sie der Inbetriebnahme der neuen Brücke mit großer Erwartung entgegen.

Der schlechte Zustand der Bestandsbrücke aus dem Jahr 1938 konnte die aktuellen Erfordernisse des Bahn- und Schiffsverkehrs nicht mehr gewährleisten und machte deshalb den Neubau der Hafenbahnbrücke notwendig.

Zu den Anpassungsmaßnahmen gehört eine für den Bahnbetrieb relevante Erhöhung der zulässigen Achslast von 20 t auf die heute üblichen 22,5 t. Die Brücke wurde für eine Tragfähigkeit von insgesamt 25 t Achslast konzipiert. Des Weiteren wurde die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt vergrößert, insbesondere im Zusammenhang mit einer zukünftigen Anbindung des Industriehafens. Beim Neubau der Straßenbrücke war dies bereits berücksichtigt worden.

Die alte als Kastenfachwerk ausgebildete Dreifeldbrücke wurde durch eine neue Stabbogenbrücke als Einfeldlösung mit einem offenen Schienensystem ersetzt. Der neue Brückenüberbau ist eine Stahlkonstruktion mit über 75 Metern Stützweite und wird als vollständig geschweißte Stahlkonstruktion ausgebildet. Die Stahltragkonstruktion setzt sich aus zwei Bogenscheiben mit Hängern, Versteifungsträgern und Querträgern einschließlich Endquerträgern zusammen. Die Breite zwischen den Hauptträgern beträgt 4,50 m und die gesamte Überbaubreite 8,20 m. Die Gründung der Widerlager für die Brücke erfolgte auf Bohrpfählen.

Durch die Inbetriebnahme der Niedrigwasserschleuse im Bereich des Rothenseer Verbindungskanals erfolgte im vergangenen Jahr die Trennung des nördlichen Hafenbereiches von der Elbe. Durch die Errichtung eines Sperrtors in der Elbeinfahrt des Industriehafens und die Öffnung der Spundwand zum Zweigkanal besteht nun die Möglichkeit, den Industriehafen unabhängig vom Wasserstand der Elbe zu erschließen. Damit werden dort höherwertige Ansiedlungen ermöglicht.


Quelle: Stadt Magdeburg

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