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16.03.2015:
Vorrang für Sanierung und Erhalt - Minister al-Wazir und Staatssekretär Bomba besuchen Lahntalbrücke

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundesverkehrsministerium haben am Montag auf die Dringlichkeit der Sanierung der Straßenbrücken hingewiesen. „Der Zustand unserer Brücken verlangt, dass wir dem Erhalt des bestehenden Netzes Priorität geben vor Neubauprojekten. Derzeit wird an 350 hessischen Straßenbrücken an Bundesfern- und Landesstraßen gearbeitet, allein 160 von ihnen müssen abgerissen und ersetzt werden. Die Sanierung wird auf Jahre hinaus der Schwerpunkt unserer Arbeit bleiben“, sagte Al-Wazir bei einem Besuch der Baustelle der Limburger Lahntalbrücke.

Staatssekretär Bomba erklärte: „Brücken sind die sensibelsten Stellen unserer Verkehrswege. Wir haben ihnen in den vergangenen Jahrzehnten viel zugemutet.  Viele Bauwerke sind damit an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gekommen. Deshalb haben wir ein Brückenmodernisierungsprogramm aufgelegt und werden bis 2017 mehr als eine Milliarde Euro in Deutschlands Brücken investieren.  Die rund 79 Millionen Euro für die Erneuerung der Lahntalbrücke sind gut investiertes Geld – insbesondere, wenn man den mittelfristigen Anstieg des Brückenverkehrs um mehr als ein Drittel bedenkt.“

„Der Zustand unserer Brücken verlangt, dass wir dem Erhalt des bestehenden Netzes Priorität geben vor Neubauprojekten.“

Die Brücke ist Teil der A 3, die den Kölner Raum mit dem Rhein-Main-Gebiet verbindet. Derzeit passieren sie täglich rund 94 000 Fahrzeuge. Prognosen sagen bis zum Jahr 2020 einen Anstieg auf 132 000 Fahrzeuge und einen Schwerlastanteil von 18 Prozent voraus. „An solche Anforderungen hat bei der Eröffnung der Brücke im Jahr 1964 niemand gedacht“, erläuterte der Minister. „Ein Ersatzneubau ist angesichts des Alters der Brücke die wirtschaftlichste Lösung.“

Die neue Brücke entsteht unmittelbar neben der alten und ist rund 450 Meter lang. Sie überspannt die Lahn in einer Höhe von 62 Metern. Die Breite von 43,5 Metern erlaubt acht Fahrspuren zuzüglich Standstreifen, so dass bei künftigen Ausbesserungsmaßnahmen der Verkehr weiterhin sechsspurig rollen kann. Die Kosten für den Neubau, den Abriss der alten Brücke und die notwendige Anpassung der Anschluss-Stelle Limburg-Süd summieren sich auf rund 79,2 Mio. Euro, die der Bund trägt.

Der Verkehr wird voraussichtlich Ende 2015 auf die bis dahin fertiggestellte erste Richtungsfahrbahn der neuen Brücke verlegt. Anschließend wird die alte Brücke abgetragen, während gleichzeitig die zweite Richtungsfahrbahn ihrer Nachfolgerin entsteht. Die neue Brücke wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 vollständig befahrbar sein. Die Gesamtmaßnahme soll Ende 2017 beendet werden.
 


Quelle: Hessen Mobil

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