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13.04.2015:
Hochmoselbrücke - Bau schreitet voran

Nachdem in den letzten Wochen auf beiden Moselseiten bei den Pfeilern und den Gründungen ein deutlicher Baufortschritt zu erkennen ist, steht nun die nächste Verschubphase des Stahlüberbaus auf der Hunsrückseite bevor. Ende April soll zunächst ein rd. 80 m hoher Pylon mit einer Seilverspannung auf dem Stahlüberbau errichtet werden.



Dieser Pylon mit der zugehörigen Seilverspannung dient dazu, die Kräfte des Überbaues in den einzelnen Verschubphasen  umzulagern und die Durchbiegung des vorderen auskragenden Teils der Brücke zu reduzieren. Unmittelbar danach ist die nächste Verschubphase des Stahlüberbaus vorgesehen. Hierbei soll der Überbau über den ersten Pfeiler hinweg geschoben werden. Insgesamt soll der Überbau um rd. 118 m vorgeschoben werden; hierbei wird der Überbau, ähnlich der letzten Verschubphase, rd. 25 m vor dem 2. Pfeiler zum Stehen kommen.

Auf der Eifelseite gehen die Gründungsarbeiten voran. Nachdem Anfang des Jahres die Bohrpfähle am Widerlager und in der Achse 1 errichtet wurden, werden mit der Errichtung der Baugruben in den Achsen 2 und 3 die Bohrpfahlarbeiten auch hier vorbereitet.

Darüber hinaus sollen in den nächsten Wochen auf der Eifelseite zur Ergänzung des geotechnischen Monitorings im Rahmen der hier angewandten Beobachtungsmethode weitere Bohrkerne gewonnen sowie zusätzlich zu den bereits vorhandenen jeweils zwei Inklinometer und zwei Extensometer hergestellt werden. Hierbei handelt es sich um Bohrungen, die entsprechende Messeinrichtungen enthalten, die eventuelle Bewegungen im Hang feststellen können.

Die Beobachtungsmethode sieht vor, dass im Vorfeld der Bauarbeiten bereits Maßnahmen ausführungsreif geplant werden, die bei entsprechenden Messergebnissen im Rahmen des Monitorings zur Anwendung kommen, um in allen Bauphasen ein ausreichendes Sicherheitsniveau zu erreichen. Im Zuge dieses Verfahrens erfolgen nun die Planungen eines Entwässerungsschachtes ( 5m) mit Horizontalbohrungen zur Grundwasserabsenkung sowie die Planungen für unterirdische Betonsäulen mittels Düsenstrahlverfahren zur vorsorglichen weiteren Stabilisierung in mittleren Tiefen.

Wie weit diese Maßnahmen in der Gänze zur Anwendung kommen, wird im weiteren Monitoring zu entscheiden sein. Zur Prüfung der Machbarkeit des Düsenstrahlverfahrens soll in den nächsten Wochen ein Probefeld zwischen Achse 2 und Achse 3 errichtet werden.


Quelle: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz

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