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08.05.2015:
Hochmoselbrücke: 3. Verschubphase steht kurz bevor – Hilfspylon wird aufgestellt

An der Hochmoselbrücke steht die dritte Verschubphase des Stahlüberbaus kurz bevor. Hierfür muss zunächst ein 83 Meter hoher Hilfspylon mit einer Seilverspannung auf dem Stahlüberbau aufgerichtet werden. Diese Arbeiten haben jetzt begonnen. Der 640 Tonnen schwere Hilfspylon wird voraussichtlich Anfang der kommenden Woche in seiner Endstellung stehen.

Mit der zugehörigen Seilverspannung dient er dazu, die Kräfte des Überbaus in den kommenden Verschubphasen umzulagern und so insbesondere das Durchbiegen des vorderen auskragenden Teils der Brücke zu reduzieren.

Nach dem Aufstellen folgt dann der nächste Verschub des Stahlüberbaus. Der mittlerweile rund 420 Meter lange Überbau mit einem Gesamtgewicht von rund 9.100 Tonnen (inklusive dem 640 Tonnen schweren Hilfspylon) wird hierbei um weitere rund 118 Meter in Richtung Eifel geschoben. Er reicht dann über den ersten Pfeiler hinweg und wird – ähnlich der letzten Verschubphase – rund 25 Meter vor dem zweiten Pfeiler zum Stehen kommen. Für den Verschub sind mehrere Tage angesetzt.
Die Hochmoselbrücke wird im sogenannten Taktschiebeverfahren gebaut. Diese ist eine Brückenbautechnik, bei der der Überbau in einer Taktstation hinter dem Widerlager Stück für Stück aus großen, vorgefertigten Einzelteilen montiert wird. Sobald ein Teilstück einer bestimmten Länge fertig ist, wird es mit Hilfe von hydraulischen Pressen über die Pfeiler geschoben. Bis die 1,7 Kilometer lange und rund 160 Meter hohe Brücke das Moseltal überspannt, werden insgesamt 13 Verschubphasen benötigt.

Auf der Hunsrückseite sind neben dem Widerlager bereits fünf weitere Pfeiler (Achse 10 bis 6) fertiggestellt. Die Pfeiler in der Achse 4 und 5 sind im Bau. Auf der Eifelseite gehen derweil die Gründungsarbeiten voran. Nachdem Anfang des Jahres die Bohrpfähle am Widerlager und in der Achse 1 errichtet wurden, werden mit dem Errichten der Baugrubenverbauten in den Achsen 2 und 3 die Bohrpfahlarbeiten auch hier vorbereitet.


Die Hochmoselbrücke ist Teil des Gesamtprojekts B 50neu. Die B50neu vom Autobahnkreuz Wittlich (A 1 / A 60) bis zur B 50 / B 327 bei Longkamp umfasst rund 25 Kilometer Neubaustrecke. Zu dem Projekt gehören neben der Hochmoselbrücke der ca. 3,5 Kilometer lange, dreistreifige Zubringer Erden / Lösnich, vier Talbrücken, ein Landschaftstunnel durch den Moselhochrücken bei Ürzig, zwölf Grün- bzw. Wildbrücken sowie 23 weitere Bauwerke als Unter- bzw. Überführungen.


Der erste Bauabschnitt der B 50neu vom Autobahnkreuz Wittlich bis zum Kreisel bei Platten ist seit Mitte Dezember 2014 unter Verkehr. Der Erdbau für die 14 Kilometer Straße auf der Hunsrückseite (zweiter Bauabschnitt) wird voraussichtlich im Juni 2015 beginnen. Die Strecke soll – wie das Gesamtprojekt – 2018 fertiggestellt sein.
 


Quelle: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz

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