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27.05.2015:
Entdröhnung von Eisenbahnbrücken in München-Untergiesing abgeschlossen

Innovative Technologien an vier Bauwerken umgesetzt - Investitionssumme rund 1,8 Millionen Euro


Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ setzte die Deutsche Bahn in den letzten vier Wochen an der Isarbrücke und drei weiteren Eisenbahnbrücken in München-Untergiesing innovative Technologien zur Lärmreduzierung um. Zum Einsatz kamen elastische Schienenbefestigungen, elastische Schwellenbesohlung und Unterschottermatten. Die Maßnahmen werden das Dröhnen deutlich reduzieren, das bei der Überfahrt von Zügen über Stahlbrücken auftritt. Die Investitionen für diese Brückenentdröhnungen belaufen sich auf insgesamt rund 1,8 Millionen Euro.

Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Bayern, und Stadtdirektor Stephan Reiß-Schmidt, Leiter der Hauptabteilung I – Stadtentwicklungsplanung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München, sprachen im Rahmen des symbolischen Abschlusses der Bauarbeiten zu den geladenen Gästen und Anwohnern.

„Hier in Untergiesing kommen drei innovative Verfahren zum Einsatz, die nach einer Erprobung erstmals in Bayern für den Dauereinsatz eingebaut werden. Wir freuen uns, dass wir damit die Anwohner entlang der Bahnstrecke noch besser als bisher vor Schienenlärm schützen können“, sagte Klaus-Dieter Josel.

Stephan Reiß-Schmidt ergänzte: „Die Schallschutzmaßnahmen entlasten zahlreiche Wohnungen entlang der Eisenbahnstrecke erheblich von Lärmeinwirkungen.“

Zusätzlich zur Brückenentdröhnung wurden im Rahmen einer anderen Lärmsanierungsmaßnahme rund 3 Millionen Euro in Schallschutzwände investiert, die sich teilweise noch im Bau befinden und die voraussichtlich ab Juli diesen Jahres die verbleibende Lücke am Giesinger Berg schließen. Bis 2017 werden zudem passive Schallschutzmaßnahmen in Form von Schallschutzfenstern und Lüftern an bis zu 400 Wohneinheiten umgesetzt. Alle Maßnahmen in Kombination tragen zu einer erheblichen Verringerung der Lärmbelastung entlang des Südrings zwischen dem Münchner Haupt- und Ostbahnhof bei.

Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“

Auf dem 33.500 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bundesweit sind aktuell in 1.485 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen. Seit 1999 wurden 1.400 Kilometer besonders lärmbelasteter Strecken saniert, dafür wurden rund 560 Kilometer Schallschutzwände errichtet und in 53.400 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut. Hierfür wurden über eine Milliarde Euro an Bundesmitteln und Mittel der DB ausgegeben.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außen-fassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind. 


Quelle: Deutsche Bahn AG

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