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04.10.2015:
Neue Eisenbahnbrücken in Ottendorf und Mittweida ab 4. Oktober in Betrieb

Restarbeiten machen nächtlichen Schienenersatzverkehr notwendig


Die Deutsche Bahn AG hat die Arbeiten an den beiden neuen Eisenbahnüberführungen (EÜ) in Ottendorf und Mittweida beendet. Die Bauwerke sind für den Zugverkehr freigegeben und die Streckensperrung Mittweida‒Chemnitz planmäßig aufgehoben.

Vom 4. bis 16. Oktober müssen an den Brücken noch Restarbeiten (weitere Kabelumverlegungen) erledigt werden. Aus diesem Grund gibt es in der genannten Zeit, jeweils von 22 bis 4 Uhr, Busersatzverkehr für einige Züge der Linie RB 45 Elsterwerda–Riesa–Mittweida–Chemnitz.

Weitere Nachfolgearbeiten in Ottendorf sind der Straßenbau der Orts- und Anliegerstraße sowie die Wiederherstellung der Flächen von Privateigentümern. Diese Arbeiten beeinflussen den Bahnverkehr nicht mehr. In Mittweida erfolgen noch der Straßenbau der Staatsstraße, der Rückbau von alten Brückenüberbauten, die Herstellung von Winkelstützmauern und die Umverlegung von Leitungen, die sich bis jetzt im Bereich der noch vorhandenen alten Brückenüberbauten befinden.

Gesamtvorhaben:

EÜ Ottendorf: Die alte Eisenbahnüberführung Ottendorf stammte aus dem Jahr 1852 und überspannte das Tal des Ottendorfer Bachs. In Folge der Baufälligkeit der Sandsteinbausubstanz musste der Viadukt komplett zurückgebaut werden. Die alte Gewölbebrücke mit mehreren Pfeilern wurde durch eine Stahlbrücke ohne Zwischenstützen ersetzt. Der Rückbau des alten Viaduktes hatte Anfang Juni 2015 begonnen. Ende August wurde die neue Brücke eingeschoben. Die Restarbeiten dauern bis Frühjahr 2016. Die Einwohner von Ottendorf hatten sich dafür entschieden, dass die neue Eisenbahnbrücke die Farbe Grün erhält. Die Deutsche Bahn hatte dafür im Vorfeld vier Farbvarianten angeboten.

EÜ Bahnhofstraße Mittweida: Nach fast 120 Jahren hatte das alte Bauwerk das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht. Die Eisenbahnbrücke über die Bahnhofstraße/Altenburger Straße wurde komplett zurückgebaut und durch eine neue Überführung ersetzt. Dadurch wird auch weiterhin ein dauerhafter Zugverkehr auf der Strecke Riesa‒Chemnitz gewährleistet. Der Neubau ist mit zirka 19 Meter schmaler als die alte Brücke (vorher: zirka 42 Meter), da nicht mehr genutzte Gleise bereits zurückgebaut wurden. Weiterhin wurde auf Verlangen der Straßenbaulastträger die lichte Weite der Brücke auf 11,50 vergrößert. Nach der Inbetriebnahme folgen noch Straßen- und Gehwegarbeiten sowie der Bau neuer Stützmauern zur Absicherung des Bahndamms. Diese Arbeiten dauern bis März 2016 an.


Quelle: Deutsche Bahn AG

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