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26.11.2015:
Neuerscheinung: »Die alte Augustusbrücke in Dresden«

Arbeitsheft 22 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen (LfD)


Die kürzlich erschienene Publikation des LfD widmet sich dem ältesten Wahrzeichen und größtem Baudenkmal Dresdens, der Augustusbrücke.

Um 1230 erstmals urkundlich erwähnt, war sie die längste steinerne Bogenbrücke des hohen Mittelalters im gesamten Reichsgebiet und eines der größten Verkehrsbauwerke Europas. Von den Zeitgenossen wurde sie nach dem meisterhaften Umbau 1728 bis 1729 nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann bewundert. Als Vorbilder dienten dabei wohl so bedeutende Brückenbauwerke wie die Karlsbrücke in Prag, die Lange Brücke in Berlin oder der Pont Neuf in Paris. August der Starke machte sie zum Symbol seiner Königswürde. Die Augustusbrücke war und bleibt der wichtigste Verkehrsweg in Dresden, diente den Stadtbewohnern seit dem 18. Jahrhundert auch zur „Promenade“ von der Neuen Königstadt nach Dresden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Augustusbrücke die einzige Dresdner Elbbrücke.

In dem vorliegenden Band unternehmen die Kunsthistoriker Heinrich Magirius, der Historiker und Bauforscher Norbert Oelsner und der Archäologe Reinhard Spehr den Versuch, den gegenwärtigen Forschungsstand zu Ursprung, Schicksal und Bedeutung der alten Elbbrücke bis zum Abbruch von 15 der ehemals 24 Bögen im Jahre 1907 darzustellen. Die alte Elbbrücke wird dabei im geschichtlichen Zusammenhang, auf der Grundlage bauarchäologischer Befunde, im Vergleich mit anderen hochmittelalterlichen Steinbrücken sowie in ihrer kunsthistorischen, baukünstlerischen und sakralen Bedeutung für Dresden näher betrachtet. Zahlreiche Abbildungen, Beschreibungen und eine umfangreiche Bibliographie geben ein ausführliches Bild von der alten Augustusbrücke in Dresden wieder, in dem Stadtgestalt, Fluss, Landschaft, Brücke und Bewohner in einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Das Arbeitsheft ist erhältlich über den Buchhandel und zu bestellen beim Verlag:
Die alte Augustusbrücke in Dresden
Arbeitsheft 22 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Dresden 2015
Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
ISBN 978-3-95498-164-9, 144 Seiten, 135 zahlreiche, teils farbige Abbildungen und Beilagen, 20,00 EUR zzgl. Porto
Sandstein-Verlag Dresden, Goetheallee 6, 01309 Dresden,
Tel. 0351 44078-26, Fax: 0351 44078-12, E-Mail: verlag@sandstein.de

Zum Inhalt des Arbeitsheftes 22

Rosemarie Pohlack
Vorwort, S. 5.

Norbert Oelsner
Die alte Dresdner Elbbrücke – eine kurze geschichtliche und baugeschichtliche Einführung, S. 6.

Reinhard Spehr
Die Dresdner Brücke im Mittelalter, S. 15.

1. Bauarchäologie, S. 15.
Das erste Bogenjoch unter dem Georgentor, S. 15.
Befunde an der Auffahrt zur Brücke und die Brückenrampe mit dem Brückentor, S. 38.
Archäologische Befunde auf dem Schlossplatz, S. 42.
Reste des 14. und 15. Pfeilers mitten im Fluss, S. 43.
Der stromab gerichtete Hinterkopf des 23. Pfeilers, S. 47.
Zu den Befunden beim Abbruch der mittelalterlichen Brücke 1907, S. 49.
Brückenpflaster, S. 56.

2. Zur Herkunft der Baumaterialien, S. 56.
Sandsteine – Der Brückensteinbruch bei Struppen, S. 56.
Plänersteine, S. 66.
Kalk, Sand, Eisen, Blei, S. 66.

3. Die Brücke im Gründungskonzept der Stadt Dresden und als Teil des Fernstraßen-netzes im Osten des staufischen Reiches, S. 67.
Das Fernstraßennetz vor der Gründung von Dresden und dem Bau der Brücke (10. bis 13. Jahrhundert), S. 68.
Elbschifffahrtsweg und Hafen, S. 76.
Das Fernstraßennetz nach der Fertigstellung der Brücke (13. Jahrhundert), S. 77.

4. Die Dresdner Brücke im Vergleich mit anderen Bogenbrücken im Stauferreich des 12. und 13. Jahrhunderts, S. 79.

Heinrich Magirius
Studien zur Geschichte und Bedeutung der alten Augustusbrücke, S. 99.

Die Sakralität der mittelalterlichen Elbbrücke, S. 99.
Die Bedeutung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Brücke im Zusammenhang mit der Verteidigungsfähigkeit der Stadt, S. 101.
Die frühneuzeitliche Elbbrücke als Triumphstraße und der Triumphbogen auf der Brü-cke, S. 105.
August der Starke und die Dresdner Elbbrücke. Ihr Umbau zur Augustusbrücke nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann 1728 bis 1729, S. 109.
Funktion und Bedeutung der Augustusbrücke im Augusteischen Dresden, S. 116.
Zerstörungen und Ergänzungen der Brücke in der zweiten Hälfte des 18. und im 19. Jahrhundert, S. 117.
Die Elbbrücke und spätere Augustusbrücke in Darstellungen der Stadt Dresden, S. 121.
Kunsthistorische Überlegungen zum Dresdner Brückenmännchen, S. 125.

Anhang
Bibliographie, S. 132.
Abbildungsnachweis, S. 143.

Beilagen
Pläne zum Beitrag von Reinhard Spehr
 


Quelle: Land Sachsen

Brücken

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