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18.12.2015:
Brückenschluss ist vollzogen

Gegen 13 Uhr am Freitagnachmittag war es soweit: Das zweite Teil der Trambrücke konnte auf die Auflagen des Flusspfeilers im Rhein und auf das Widerlager am deutschen Rheinufer aufgesetzt werden. Damit war der Brückenschluss vollzogen. Eine halbe Stunde später trafen sich die Oberbürgermeister von Straßburg und Kehl, Roland Ries und Toni Vetrano mit ihren ersten Beigeordneten, Alain Fontanel und Harald Krapp, in der Brückenmitte. Den ganzen Vormittag über hatten Tausende Schaulustige von der Europabrücke und von der Besucherterrasse am deutschen Rheinufer aus das Einschwimmen des zweiten Brückenteils beobachtet. Die Stadt Kehl verteilte Brezeln, Tee und Kaffee und bot Erbsensuppe an.


Weil im Rhein immer noch deutlich weniger Wasser fließt als gewöhnlich, musste der Wasserstand über das Stauwehr des französischen Stromversorgers EDF etwas angehoben werden, damit das Einschwimmen vonstattengehen konnte. Bereits am frühen Morgen um 7.15 Uhr hatten sich Roland Ries und Toni Vetrano am deutschen Rheinufer getroffen, um die Vorbereitungen für den Brückenschluss mitzuerleben.
Die neue Trambrücke sei für ihn weit mehr „als ein Bauwerk für ein Transportmittel“, sagte Toni Vetrano am Morgen, den Brückenschluss bezeichnete er als „bewegenden Moment“. Kehl und Straßburg hätten in den vergangenen Jahren mit ihren grenzüberschreitenden Projekten „viele Brücken gebaut“ und damit sozialpolitische Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger übernommen. Mit der Trambrücke werde „die Politik, beide Rheinufer einander annähern zu wollen, konkret“, antwortete Roland Ries und erinnerte daran, wie lang die grenzüberschreitende Tramverbindung zwischen Straßburg und Kehl bereits geplant sei – die erste Machbarkeitsstudie hatte es schon im Jahr 2000 gegeben. Die Tram werde mit dazu beitragen, einen grenzüberschreitenden Ballungsraum zu schaffen.


Nach dem das zweite Brückenteil bereits in den vergangenen beiden Tagen auf die Pontons verladen und am Donnerstag schon vom Rheinufer abgerückt worden war, vollzog sich das eigentliche Einschwimmen deutlich zügiger als erwartet. Beim ersten Versuch war das 145 Meter lange und 1500 Tonnen schwere Brückenteil nicht hoch genug angehoben worden, um über das Widerlager am Kehler Rheinufer gehievt werden zu können. Als die nötige Höhendifferenz erreicht war, konnten die Zuschauer auf der Europabrücke mit bloßem Auge verfolgen, wie sich die Auflagen der Brücke den Auflagen von Widerlager und Flusspfeiler annäherten.
Während des Beobachtens und Wartens haben sich die Schaulustigen mit 400 Becher Kaffee und 50 Tassen Tee aufgewärmt. Auch die 600 Brezeln, 400 Portionen Erbsensuppe mit Brötchen wurden gerne angenommen und waren um 14 Uhr verspeist.


Quelle: Stadt Kehl

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