Nachricht
23.05.2016:
Baubeginn für die neue Eisenbahnüberführung Oschersleben

Am Montag, 23. Mai, wird der bisherige Bahnübergang Magdeburger/Schermcker Straße in Oschersleben dauerhaft geschlossen. Damit beginnt die nächste Etappe für den Bau der neuen Eisenbahnbrücke (EÜ) in diesem Bereich. In den kommenden Monaten erfolgen unter anderem Arbeiten zum Einbau von Hilfsbrücken, die Vorfertigung der neuen Eisenbahnbrücke und der Einschub der neuen Brücke sowie Anpassungsarbeiten an der Magdeburger Straße.

Der Bund – vertreten durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt –, die Stadt Oschersleben sowie die Deutsche Bahn AG realisieren gemeinsam im Rahmen einer so genannten Kreuzungsmaßnahme die Beseitigung von drei Bahnübergängen innerhalb der Ortslage Oschersleben. Dadurch werden die Voraussetzungen für einen flüssigeren Straßenverkehr geschaffen.

Grundsätzlich ist geplant, den Zugverkehr zwischen Magdeburg und Halberstadt während der Bauzeit der Eisenbahnüberführung aufrecht zu erhalten. Dennoch sind baubedingte Sperrpausen nicht gänzlich zu vermeiden. Informationen zu den damit verbundenen Einschränkungen im Reiseverkehr erhalten Reisende beim HarzElbeExpress unter:

www.hex-online.de/strecken-fahrplaene/fahrplanabweichungen

Geplante Arbeiten und baubedingte Streckensperrungen

ab Montag, 23. Mai 2016, 7 Uhr:

dauerhafte Schließung des Bahnübergangs „Magdeburger/Schermcker Straße“, danach Beginn der bauvorbereitenden Arbeiten für die 1. Sperrpause;

1. Sperrpause

Dienstag, 31. Mai 2016, 14.30 Uhr, bis Freitag, 3. Juni 2016, 4.30 Uhr:

Sperrung der Strecke Magdeburg–Halberstadt, Rammarbeiten im Gleis für die Auflager der Spundwände der zwei Hilfsbrücken, nach dem 3. Juni weitere Rammarbeiten im Bereich des Bahnübergangs unter rollendem Rad;

2. Sperrpause

Samstag, 30. Juli 2016, 0 Uhr, bis Dienstag, 2. August, 4 Uhr:

Sperrung der Strecke Magdeburg–Halberstadt; Einbau der zwei Hilfsbrücken, nach dem 2. August Vorfertigung der neuen Eisenbahnüberführung parallel zur Gleislage;

3. Sperrpause

Ende Februar 2017: Zeitweise Sperrung der Strecke Magdeburg–Halberstadt, Ausbau der zwei Hilfsbrücken und Einschub der neuen Brücke, danach abschnittsweise Anpassung der Magdeburger Straße im Bereich der neuen Brücke (Trogbau);

Donnerstag, 16. November 2017:

geplante Verkehrsfreigabe der neuen Brücke, danach Rückbau der zwei Bahnübergänge „Fabrikstraße“ und „Anderslebener Straße“.

Um die Behinderungen während der Bauzeit für die Verkehrsteilnehmer und Anwohner der Stadt Oschersleben so gering wie möglich zu halten, wurden die notwendigen Straßensperrungen in ein bauzeitliches Verkehrskonzept aufgenommen und mit den zuständigen Stellen des Landkreises Börde und der Stadt Oschersleben abgestimmt. Während der Bauzeit werden die betroffenen Straßen teilweise beziehungsweise vollständig gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert.

Trotz Einsatz lärmgedämpfter Arbeitsgeräte und Baufahrzeuge lassen sich ruhestörende Geräusche leider nicht vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet die Anwohner um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten.

 

Zum Projekt

Durch das Stadtgebiet Oschersleben verläuft die Bahnstrecke Magdeburg‒Halberstadt. Insgesamt fünf Bahnübergänge (BÜ) ermöglichen derzeit die Kreuzung der Gleise. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an diesen Übergängen kommt es jedoch, insbesondere an der Bundesstraße B 246 im Bereich der Magdeburger/Schermcker Straße, zu Behinderungen des Straßenverkehrs mit langen Wartezeiten an geschlossenen Schranken. Um den Straßenverkehr flüssig zu halten, wird der BÜ durch eine neue Eisenbahnbrücke in Form eines Straßen-, Fuß- und Radwegtunnels in der Magdeburger/Schermcker Straße ersetzt. Im Ergebnis des Neubaus werden die benachbarten BÜ Anderslebener Straße und Fabrikstraße geschlossen und die Anderslebener Straße im Anbindungsbereich an die B246 höhenmäßig angepasst.

Zwei Bahngleise werden die Schermcker/Magdeburger Straße überqueren. Zur Herstellung der Baugrube ist hier der Einbau von Hilfsbrücken notwendig. Die Herstellung der Brücke erfolgt als geschlossener, zweigleisiger, Stahlbetonrahmen. Dieser wird in der Baugrube nördlich der Gleise hergestellt und auf einer Verschubbahn seitlich eingeschoben. Die neue Straßenrampe wird in Stahlbetontrögen geführt. In der östlichen Wand des Trogbauwerkes wird ein Pumpenschacht für die Straßenentwässerung integriert. Die Einleitung dieses Regenwassers erfolgt in einen herzustellenden Sedimentationsgraben. Für die Herstellung Eisenbahnbrücke und der Straßentröge sind Spundwände zu errichten, Straßenabschnitte neu herzustellen beziehungsweise an den Bestand anzupassen. Nach dem Rückbau der BÜ Fabrikstraße und Anderslebener Straße werden in diesen Straßen so genannte Wendeanlagen errichtet.

Die Bauarbeiten erfordern einen Eingriff in die vorhandene Natur. Als Ausgleich sind zahlreiche Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Form von Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen geplant.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: http://bauprojekte.deutschebahn.com/p/bruecke-oschersleben


Quelle: Deutsche Bahn AG

Brücken

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