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30.11.2016:
Sanierung der Viktoriabrücke: Nachtarbeiten, Straßensperrungen und Unterbrechungen des Bahnverkehrs im Dezember

In den kommenden Tagen und Wochen ist Tag und Nacht Betrieb auf der Baustelle Viktoriabrücke. Das Tiefbauamt der Stadt Bonn lässt die viertgrößte städtische Brücke umfangreich sanieren und ertüchtigen.


Ab Freitag, 2. Dezember 2016, 16 Uhr, bis Montag, 5. Dezember 2016, 6 Uhr, wird die Thomastraße unterhalb der Viktoriabrücke für den Rückbau des unter dem Bauwerk montierten Schutzgerüstes und dem Ausheben von Trägern gesperrt. Zunächst wird das Schutzgerüst, das unterhalb des Brückenkörpers Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs auf der Thomastraße verhindern soll, abgebaut.  Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind,  werden mit einem Autokran die ersten vier Längsträger, jeweils rund 28 Meter lang und etwa 17 Tonnen schwer, im Teilstück bis zur Bahnstrecke der DB nacheinander freigeschnitten und ausgehoben.  Der Autokran wird vor der Viktoriabrücke auf der Thomastraße aufgebaut. Nach dem Ausheben werden die Träger vor Ort  zerteilt, auf Lastwagen verladen und abtransportiert.

Betroffen von diesen Arbeiten und Sperrungen ist ausschließlich der Individualverkehr, für den Umleitungsstrecken ausgeschildert werden. Auswirkungen auf den Bundesbahnverkehr gibt es in diesem Baustadium noch nicht. Die Stadtbahnzüge werden  während der Ausschwenkvorgänge der vier Träger über den Stadtbahngleisen  kurzzeitig  in den Haltepunkten Hauptbahnhof und Weststraße angehalten. 

Nächtliche Sperrpausen für die DB-Stecke und Fahrverbot auf der Brücke

Vom 11. bis 14. Dezember folgt der Ausbau der Brückenträger unmittelbar über den Bahngleisen. Dafür muss der Bahnverkehr ab der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember auf der unter der Brücke verlaufenden DB-Strecke nachts unterbrochen werden. Diese Sperrpausen sind jeweils von 0.40 Uhr bis 5.20 Uhr angesetzt. Zudem muss auch die Viktoriabrücke selbst für den Individualverkehr voll gesperrt werden, und zwar ab dem 11. Dezember jeweils im Vorlauf ab 21 Uhr und bis 6 Uhr am Folgetag. Eine Umleitungsstrecke wird eingerichtet.

Um die Träger über den DB-Gleisen ausbauen zu können, wird ein 500 Tonnen schwerer Kran auf der Baustelleneinrichtungsfläche  auf der südlichen Brückenseite aufgebaut. Er verfügt  über einen zusätzlich verlängerten Ausleger, weil der Kran über die bestehenden Fahrdrahtabspannungen greifen muss. Die einzelnen Träger über der Bahn, die entfernt werden, haben eine Länge von rund 41 Metern und ein Gewicht von jeweils rund  25 Tonnen. Die Träger werden in einem Stück ausgehoben und auf der Baustelleneinrichtungsfläche zerlegt.

Erster Bauabschnitt bis Ende 2017

Derzeit werden die östliche, dem Hauptbahnhof zugewandte Hälfte der Stahlbrücke, die zugehörigen Lagerkonstruktionen und Stützen sowie die Fahrbahnübergänge zurückgebaut. Dieser erste Bauabschnitt soll zum Jahresbeginn 2017 abgeschlossen sein. Da die Viktoriabrücke nicht nur die Gleise der Stadtbahn, sondern auch die vielbefahrene linksrheinische Bundesbahnstrecke überspannt, hat die Stadt Bonn mit der DB Netz AG verbindliche Sperrpausen für die einzelnen Bauabschnitte festgelegt. In diesem Jahr sind es insgesamt 45 Sperrpausen.

2017 keine Sperrpausen erforderlich

Im nächsten Jahr werden die Widerlager und Stützwände der abgebrochenen Brückenhälfte erneuert und weitere Rodungsarbeiten durchgeführt. Da sich diese Aktionen außerhalb der Bahnanlagen abspielen, werden 2017 keine Sperrzeiten der Bahn benötigt. Der Beginn des Brückenneubaus und der Fundamentverstärkung zwischen den Gleisen ist dann wieder abhängig von der Abstimmung und Genehmigung weiterer Sperrpausen durch die Bahn. Angestrebt ist jedenfalls ein weitgehend nahtloser Fortgang der Bauarbeiten.

Sanierung der Viktoriabrücke

Die 1949 errichtete Viktoriabrücke ist bereits seit einigen Jahren nicht mehr ausreichend tragfähig und daher ab 2010 für den Schwerlastverkehr gesperrt. Seit Ende Mai läuft nun die Sanierung der 94,5 Meter langen und 19,50 Meter breiten städtische Brücke. Das Bauwerk muss von Grund auf erneuert werden. Außerdem wird eine Rampe zur Thomastraße mit Anschluss an den neuen Kreisel am Alten Friedhof errichtet, die den innerstädtischen Teil der Bornheimer Straße vom Verkehr entlasten soll. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 24,6 Millionen Euro.

Das Tiefbauamt ist bemüht, die Sanierung der Brücke möglichst reibungslos abzuwickeln, und bittet um Verständnis für unvermeidliche Behinderungen.  Die Bauzeit der Brücke ist mit 3,5 Jahren veranschlagt, die Rampe Thomastraße soll mit zeitlichem Überschnitt zu den Brückenbauarbeiten 2019/2020 fertiggestellt werden.


Quelle: Stadt Bonn

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