

Zustand der Brücke vor dem 2. Weltkrieg
© Unbekannt (zur Verfügung gestellt von Hans van Heijningen)

© WTusCoelle


Zustand der Brücke vor dem 2. Weltkrieg
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Wikipedia:
Von 1913 bis 1915 wurde dann an dieser Stelle die „Deutzer Hängebrücke“ errichtet, die 1935 nach dem im Vorjahr verstorbenen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg Hindenburgbrücke genannt wurde.
Ein erster Wettbewerb für eine feste Straßenbrücke zwischen Köln und Deutz war 1898 unter vier Baufirmen durchgeführt worden, er führte jedoch zu keinem Ergebnis. 1910 erfolgte eine weitere Ausschreibung, an der sich nun alle bedeutenden deutschen Stahlbauunternehmen – zumeist in Kooperation mit bekannten Architekten wie Bruno Möhring, Theodor Fischer, Hans Poelzig oder Franz Schwechten – mit 29 Projekten beteiligten. Da sich die Jury abermals nicht auf ein Siegerprojekt einigen konnte, wurde im Juli 1912 unter den Verfassern der fünf preisgekrönten Arbeiten ein weiterer Wettbewerb ausgerufen, den die Unternehmen MAN Werk Gustavsburg (Stahlüberbau) und Grün & Bilfinger (Unterbauten) mit dem Projekt Freie Bahn für sich entscheiden konnten. Die architektonische Gestaltung der massiven Bauteile (Widerlager und Vorbrücke) besorgte der damals prominente Kölner Architekt Carl Moritz.
Nach der Wettbewerbsentscheidung erhoben die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG, Abt. Dortmunder Union, und ihr künstlerischer Berater Peter Behrens den Vorwurf, das Siegerprojekt sei zu großen Teilen ein Plagiat ihres eigenen Entwurfs Kunst und Technik aus dem zweiten Wettbewerb von 1910/11. Ein in der Folge unter Beteiligung zahlreicher namhafter Gutachter vor dem Landgericht Köln ausgefochtenes Gerichtsverfahren, das als „Cölner Brückenstreit“ deutschlandweite Aufmerksamkeit erhielt.[3] wurde erst im April 1914 durch eine außergerichtliche Einigung beendet.
Das auf der Basis des Entwurfs Freie Bahn errichtete Bauwerk wurde als selbstverankerte, versteifte Kettenhängebrücke in Nickelstahl mit einem Konstruktionsgewicht von rund 6.200 Tonnen ausgeführt und kostete über sieben Millionen Mark. Am Entwurf ihrer Pylone soll der amerikanische Ingenieur Holton D. Robinson beratend mitgewirkt haben, der später David B. Steinman einlud, mit ihm das Ingenieurbüro Robinson & Steinman zu gründen.[4] Die Deutzer Hängebrücke diente 1924 als Vorbild für den Bau der Three Sisters in Pittsburgh, Pennsylvania,[4] und für die Kiyosu-Brücke über den Sumida (Fluss) in Tokio.[3] Die 18,2 m breite Brücke wurde 1939/1940 im Zuge des Baus der Ost-West-Straße (heute Hahnenstraße / Cäcilienstraße) auf 27,5 m verbreitert.
Am 28. Februar 1945 brach die durch Flüchtlinge und Militärfahrzeuge hoch belastete Hindenburgbrücke bei der Reparatur von Kriegsschäden unvermittelt zusammen. Möglicherweise hatte man die hohen Druckkräfte im Fahrbahnträger unterschätzt. Wie viele Opfer dieses Unglück am helllichten Tage forderte, konnte aufgrund der Kriegswirren nie festgestellt werden. Ein Augenstab, also eines der tragenden Kettenglieder der Konstruktion, befindet sich heute als Denkmal auf dem nördlichen Fußgängerüberweg der linksrheinischen Brückenseite. Übergangsweise diente am Ende des Krieges die McNair-Brücke neben der zerstörten Hängebrücke als Behelfsbrücke dem Transport von Fahrzeugen und Fußgängern.