
© Frank Sellke / brueckenweb.de

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16.09.2023
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Der Pont Alexandre III: Das funkelnde Juwel der Pariser Belle Époque
Der Pont Alexandre III gilt unbestritten als die prachtvollste und eleganteste Brücke in Paris. Das monumentale Bauwerk verbindet das Viertel der Champs-Élysées mit dem Invalidendom und stellt ein Meisterwerk der Ingenieurkunst und des Kunsthandwerks der Belle Époque dar. Entstanden ist die Brücke im Rahmen der Vorbereitungen für die Weltausstellung im Jahr 1900, bei der Paris der Welt seine technologische und künstlerische Vormachtstellung präsentieren wollte.
Hinter der architektonischen Pracht verbirgt sich eine tiefe politische Symbolik. Die Brücke wurde erbaut, um die im Jahr 1894 geschlossene Franko-Russische Allianz zu zelebrieren. Benannt nach dem russischen Zaren Alexander III., war es schließlich dessen Sohn, Zar Nikolaus II., der im Oktober 1896 in einer feierlichen Zeremonie den Grundstein für das Bauwerk legte. Die reiche Verzierung der Brücke spiegelt diese Verbundenheit wider; so symbolisieren die kunstvollen Nymphenreliefs in der Mitte der Bögen die Flüsse Seine und Newa, weitere Ausschmückungen symobilisieren das Frankreich des Mittelalters und der Moderne, der Renaissance und von Ludwig XIV.
Aus technischer Sicht war die Konstruktion eine absolute Meisterleistung der Ingenieure Jean Resal und Amédée Alby. Um die Sichtachse zwischen den Champs-Élysées und dem Invalidenkomplex nicht zu stören, durfte die Brücke den Fluss nur in einem einzigen, extrem flachen Bogen aus Stahlguss überspannen. Trotz einer Breite von 45 Metern und einer Länge von 107 Metern kommt das Bauwerk daher ohne einen einzigen stützenden Pfeiler im Wasser aus, und ist damit eine der kühnsten Brücken der Epoche (Bogenstich von 1:17).
Das visuelle Markenzeichen der Brücke ist ihr überaus prunkvoller Dekor. Vier monumentale, 17 Meter hohe Pylonen flankieren die Zugänge und tragen vergoldete Bronzestatuen des geflügelten Pferdes Pegasus, die den Ruhm der Kunst, der Wissenschaft, des Handels und der Industrie darstellen. Nachts wird die Brücke, die seit 1975 als historisches Monument unter Denkmalschutz steht, von 32 reich verzierten, gusseisernen Kandelabern erleuchtet, was sie zu einem der romantischsten Fotomotive der französischen Hauptstadt macht.
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