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30.04.2014:
Possehlbrücke: Probepfahl und Bohrversuche ab Dienstag

80 Tonnen schweres Bohrgerät aus Hamburg kommt am 6. Mai 2014 an der Baustelle an


Die Arbeiten für die Herstellung des Probebohrpfahles und der Bohrversuche durch die Bestandsholzgründung an der heutigen Possehlbrücke starten am kommenden Dienstag, 6. Mai 2014. Wie der Bereich Verkehrs mitteilt, erfolgt das im Bereich der südöstlichen Böschung der Possehlbrücke. Die dort noch vorhandenen Holzpfähle stammen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts und dienten als Gründung für die alte Eisenbahnbrücke. Nach dem Neubau der Possehlbrücke als Straßenbrücke im Jahr 1956 wurden nur noch zwei der drei vorhandenen Gründungen benötigt. Die ungenutzte Gründung wurde mit der Böschung überbaut.

Bereits Anfang April wurde damit begonnen, die Holzpfahlgründung zu untersuchen. Beim Abtragen des Böschungsbereiches traten Teile des alten Brückenpfeilers in gemauerter Ausführung sowie ein Betonfundament zu Tage. In etwa drei Meter Tiefe unterhalb der Geländeoberkante wurden nach Abbruch des Fundamentes die Holzpfahlköpfe freigelegt. Diese wurden entsprechend beprobt und eingemessen. Die Untersuchungen zur Qualität und auf etwaige Schadstoffbelastung laufen noch.

Anschließend wurde die Bohrebene hergestellt. Diese Arbeitsebene wird benötigt, damit das 80 Tonnen schwere Bohrgerät einen sicheren Stand hat. Zudem muss das Wasser, das aus dem artesischen Grundwasserleiter anfällt, im Bohrrohr bleiben.

Damit hing der Zeitplan etwas. Denn ursprünglich sollte der Probepfahl Mitte April gebohrt und der Ausbohrversuch an der Holzgründung in der Woche nach Ostern erfolgen. Doch die Transportgenehmigung für das Bohrgerät, das aus Hamburg angeliefert wird, wurde nicht rechtzeitig erteilt. Grund waren laufende Baustellen sowie der Oster- und Ferienverkehr, so dass die Genehmigung vor Ostern nicht erteilt werden konnte.

Diese Genehmigung liegt nun vor, so dass das Bohrgerät am Montag verladen und am Dienstag auf der Baustelle der Possehlbrücke eintreffen wird. Mit den Bohrarbeiten kann dann im Laufe des Tages begonnen werden. Wie anfangs geplant, wird erst der Probebohrpfahl hergestellt und - nach derzeitigem Stand - Anfang der 20. KW 2014 mit den Ausbohrversuchen an den Holzpfählen begonnen. Die Ergebnisse der Bohrversuche haben maßgeblichen Einfluss auf die Wahl der Bautechnologie des geplanten Brückeneubaus.

Während der Arbeiten ist die Straße Geniner Ufer im Bereich der Possehlbrücke für den Durchfahrtsverkehr gesperrt. Anlieger können bis an die Baustelle gelangen. Die Zufahrten zu den angrenzenden Gebäuden und Grundstücken ist gewährleistet. Fuß- und Radverkehr können den Bereich weiterhin passieren.


Quelle: Hansestadt Lübeck

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