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25.11.2014:
Alle Brücken der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt im Projekt Nürnberg-Berlin (VDE8) fertig - Brückenfest für Anwohner

12 Kilometer Brücken gebaut - Webcam Mainbrücken auf www.vde8.de


Alle 29 Brücken mit einer Gesamtlänge von über 12 Kilometern der 107 Kilometer langen Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt (VDE 8.1) sind fertiggestellt. An der 219 Meter langen Mainbrücke Wiesen im Landkreis Lichtenfels würdigten Klaus-Dieter Josel, Konzernbeauftragter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Ministerialdirigent Hans-Peter Böhne, Leiter der Verkehrsabteilung der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, und Olaf Drescher, Gesamtprojektleiter des Projektes Nürnberg- Berlin (VDE8), im Beisein von Abgeordneten und Kommunalpolitikern diese Leistung. Damit ist ein weiterer Meilenstein zur Fertigstellung des größten Infrastrukturprojektes Deutschlands erreicht. Ziel ist ab Ende 2017 eine Bahn-Reise von etwa vier Stunden von München nach Berlin. Die neue Trasse über- und unterquert von Oberfranken aus den Thüringer Wald.

Brücken mit Längen von 55 Metern bis zu 1.681 Metern überspannen tiefe oder flache Täler, Flüsse, Seen, Bäche oder Straßen und Bahnlinien. Sie wurden in verschiedenen Bauarten entworfen und verwirklicht, um sich in die zu überquerende Landschaft einzufügen – ob mit weiten Bögen zur Schonung des Talgrunds, als besonders schlanker integraler Stahlbetonbau oder als neuartige Stahlkonstruktion. Die ingenieurtechnischen Höhepunkte sind die bisher in Deutschland einmaligen Stahlbetonbögen von 270 Metern Spannweite bei der Talbrücke Froschgrundsee bei Rödental in Bayern und bei der Grümpentalbrücke in Thüringen. Die großen Bögen sind im Gebirge die Regelbauart, um den Talgrund in den Kerbtälern nicht zu beeinträchtigen. Bei Weißenbrunn wurde die seltene Bauart mit einem Betongelenk verwirklicht. Die Stabbogenbrücken über den Main sind Stahlkonstruktionen, die mit 280 Kilometern pro Stunde befahren werden können, neu bei der Bahn für diese Geschwindigkeit. Die Grubentalbrücke in Thüringen symbolisiert als lagerlose integrale Konstruktion das innovativste Brückenkonzept.

Am südlichen Ende der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt (Projekt Nürnberg-Berlin, VDE8) führt die neue Trasse mit einem Damm durch das Maintal. Der Dammbereich wurde in eine 65 Hektar umfassende künstlich angelegte Landschaft eingefügt, welche mit so genannten Flutmulden den Hochwasserabfluss sichert. Bestandteil des Konzeptes sind zwei Brücken: die 219 Meter lange Mainbrücke mit drei Bögen und nördlich direkt vor dem Portal des Tunnels Eierberge die 88 Meter lange Flutmuldenbrücke mit einem Bogen. Beide Brücken bilden große Durchflussbereiche unter der Trasse. Bei den so genannten Stabbogenbrücken hängt die Fahrbahn unter einem Bogen an Stahlstäben. Neu bei der Deutschen Bahn ist, dass dieser Typ von Brücken erstmals für bis zu 280 km/h befahrbar ist.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn mit insgesamt etwa 10 Milliarden Euro. Die neue Bahn-Verbindung ermöglicht nach Fertigstellung eine Reisezeit von München nach Berlin in etwa 4 Stunden und bietet eine umweltfreundliche Trasse für Straßen- und Luftverkehr. Die neue Strecke von Franken durch den Thüringer Wald nach Mitteldeutschland soll 2017 betriebsbereit sein.


Quelle: Deutsche Bahn AG

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