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08.06.2016:
Neue Brücke über die Spree

2000 Tonnen schwerer zweiter Stahlüberbau wird in Treptow-Köpenick über die Spree eingeschoben


Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler und der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung  Dr. Hans Reckers informieren sich vor Ort über den Fortschritt beim Neubau einer Spreebrücke im Süd-Osten Berlins. Anlass ist der Einschub des Stromfeldes des zweiten Überbaus.


Staatssekretär Gaebler: „An dieser Stelle konnte die Spree bisher höchstens mit einer Fähre überquert werden. Zukünftig wird es mit dieser Brücke eine schnelle Verbindung zwischen der Stadtautobahn und den Süd-Osten unserer Stadt geben. Mit der Verbindung zwischen der
Köpenicker Landstraße und der Rummelsburger Straße wollen wir eine großräumige Verkehrsverlagerung im Südosten Berlins erreichen. Mit dem heutigen Einschub des zweiten Überbaus mit einer Gesamtlänge von ca. 220 m und einem Gesamtgewicht von ca. 2.000 t wird ein wichtiger Bauabschnitt dafür vollendet.“

Die Verkehrsplanung des Landes Berlin sieht eine Süd-Ost-Verbindung (SOV) von der BAB A 113 zur Rummelsburger Straße vor. Mit der Realisierung des derzeit in der Bauphase befindlichen 1. Abschnitts der SOV zwischen Rummelsburger Straße und Köpenicker Landstraße, der aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-Mittel) kofinanziert wird, kann die städtebauliche Zielstellung zur Entwicklung des Gesamtbereiches Ober- und Niederschöneweide erheblich forciert werden.

Senatorin Cornelia Yzer: „Mein Haus hat 44 Millionen Euro für diese imposante aber vor allem unbedingt notwendige zusätzliche Spreebrücke bereit gestellt, damit der Wirtschaftsverkehr im Südosten Berlins, insbesondere zwischen Ober- und Niederschöneweide bis zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof, ab 2017 besser fließen kann. Ein positiver Effekt ergibt sich gleichzeitig für die Lebensqualität der staugeplagten Anwohner.“ 

Die Brücke über die Spree unweit der Einmündung des Britzer Verbindungskanals wird aus zwei Überbauten bestehen, die jeweils zwei Fahrspuren und einen Geh- und Radweg über die Spree führen. Sie sind durch ein 3,90 m breites sogenanntes Brückenauge getrennt. Die Brücke hat eine Gesamtbreite von 28,50 m und ist insgesamt 420 m lang.

Jeder Überbau wird von zwei durchlaufenden Stahlträgern mit aufliegender Fahrbahnplatte aus Beton gebildet. Die Stahlträger sind auf der überwiegenden Länge als Fachwerkträger mit Obergurt, diagonalen Streben und Untergurt ausgebildet. Etwa in Feldmitte verschmelzen Ober- und Untergurt zu einem Trägerprofil.

Die Stahlkonstruktion des ersten Überbaus ist bereits vollständig fertig gestellt, so dass dort mit den Betonarbeiten zur Herstellung der späteren Fahrbahnplatte begonnen werden konnte. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Verschub des zweiten Überbaus muss auch dieser Stahlkonstruktion noch landseitig vervollständigt werden, bis auch dort die Betonarbeiten an der Fahrbahnplatte beginnen können. Diese Betonagen finden in mehreren Bauabschnitten mittels eines speziellen Schalwagens statt.

Die beiden Lagerpunkte für das Stromfeld der Spreebrücke am linken und rechten Ufer der Spree sind 157,50 m voneinander entfernt.

Die Gesamtbaumaßnahme SOV soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Der Kostenrahmen für die Spreebrücke beträgt ca. 50 Mio. Euro.


Quelle: Senat Berlin

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