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13.06.2017:
Lübecker Drehbrücke feiert 125jähriges Jubiläum

Führungen im Rahmen des Tages der Industriekultur am Wasser am 17. Juni 2017

Der Museumshafen Lübeck und der Bereich Stadtgrün und Verkehr der Hansestadt Lübeck laden am Sonnabend, 17. Juni 2017, interessierte Besucher von 10 bis 17 Uhr im Rahmen des „Tag der Industriekultur am Wasser“ zur Feier anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Lübecker Hafendrehbrücke ein.

In stündlichen Führungen durch das Betriebsgebäude werden Besucher mitgenommen in die Zeit des Neubaus der Brücke während der Hochindustrialisierung Deutschlands anno 1900. Erläutert wird dabei die stete Anpassung des Bauwerks an die technischen Ansprüche der heutigen Zeit. Zusätzlich werden vom Verein des Museumshafens auch Führungen durch die maritime Sammlung im anliegenden Drehbrückenhaus sowie Kurzfahrten mit dem Hafenschlepper TITAN angeboten

Die Hub-Drehbrücke eine technische Spezialität, die die Innenstadt mit dem Stadtteil St. Lorenz verbindet. Innerhalb von drei Minuten kann das 350 Tonnen schwere Bauwerk bei Bedarf angehoben und um 56 Grad gedreht werden. Eine Hydraulik sorgt für die Kraftübertragung, als Druckmittel dient normales Leitungswasser.

Als die Brücke 1892 in Betrieb ging, beschleunigte sie vor allem den Verkehr auf der Hafenbahn. Da die Platzverhältnisse am Holstentor sehr beengt waren, war ein durchgehendes Gleis nicht möglich. Vor dem Bau der Brücke mussten alle Waggons einzeln auf einer Drehscheibe hinter der Holstenbrücke gedreht werden, Personen, Fuhrwerke und Güter wurden mit einer kleinen Fähre zu den Lagerplätzen auf der nördlichen Wallhalbinsel übergesetzt. Nach Fertigstellung konnten endlich komplette Güterzüge vom Bahnhof über die Trave zu den stadtseitigen Hafenanlagen rangiert werden. Für den heutigen Autoverkehr ist die Brücke nie geplant worden. Trotzdem hält die kleine Brücke seit 125 Jahren tapfer durch.


Quelle: Stadt Lübeck

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